{"id":23880,"date":"2022-11-02T20:46:49","date_gmt":"2022-11-02T19:46:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/?page_id=23880"},"modified":"2022-11-02T20:46:49","modified_gmt":"2022-11-02T19:46:49","slug":"theodor-heinrich-otto-schaeffler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/theodor-heinrich-otto-schaeffler\/","title":{"rendered":"Theodor Heinrich Otto SCH\u00c4FFLER"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/10-1-11-Schaeffler-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-23881\" src=\"http:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/10-1-11-Schaeffler-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/10-1-11-Schaeffler-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/10-1-11-Schaeffler-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/10-1-11-Schaeffler-1-350x467.jpg 350w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/simmering\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/10-1-11-Schaeffler-1.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Erfinder, Unternehmer<\/p>\n<p>geb.: 15. 10. 1838, Unterheimbach bei Heilbronn (Baden &#8211; W\u00fcrttemberg)<br \/>\ngest.: 31. 07. 1928, Wien<\/p>\n<p>Der Sohn eines evangelischen Pfarrers sollte nach dem Willen des Vaters evangelische Theologie studieren, aber absolvierte auf eigenen Wunsch ab 1853 in Stuttgart und schlie\u00dflich von 18555 &#8211; 1859 in Wien eine Mechanikerlehre. Nach einem vierj\u00e4hrigen Auslandsaufenthalt, bei dem unter anderem in London war, kehrte er 1863 nach Wien zur\u00fcck und war bereits zwei Jahre sp\u00e4ter Firmenteilhaber an dem Mechanikerbetrieb Egger und Sch\u00e4ffler.<\/p>\n<p>1867 begann er in Zusammenarbeit mit dem englischen Erfinder David Edward Hughes eine \u00f6sterreichische Produktion von dessen Drucktelegraphen aufzubauen, der sich zu einem veritablen Exportartikel entwickelte. Damit war die Zeit reif f\u00fcr den Aufbau einer eigenen Unternehmung, die sich mit dem Telegraphenbau, der Fabrikation galvanischer und elektrischer Apparate, Messger\u00e4ten sowie Telefonen befasste und auch eine Werkst\u00e4tte f\u00fcr mathematische Instrumente umfasste.<\/p>\n<p>Zwischen 1871 und 1896 leitete er auch noch die Postzentralwerkst\u00e4tte und entwickelte Telegraphen, Messger\u00e4te sowie Telefone. Er baute zwischen 1880 und 1890 alle gro\u00dfen Wiener Telefonzentralen.<\/p>\n<p>Auf der Pariser Weltausstellung (1874) legte Sch\u00e4ffler ein Gegenst\u00fcck zum Baudot &#8211; Telegraphen vor, bei dem erstmalig ein F\u00fcnf &#8211; Schritt Code von einer alphabetischen Tastatur hergestellt wurde und den reflektierten Bin\u00e4rcode verwendete. 1953 taucht dieser in einem US &#8211; Patent wieder auf. In den folgenden Jahren bleibt er der bedeutendste Aussteller und Erfinder auf internationalen Elektrizit\u00e4tsausstellungen in Paris und Wien (1883). Gezeigt wurden seine Barographen, Thermographen, ein schreibender Regenmesser, sein Hughestelegraph. Morseger\u00e4te und Eisenbahnsignale. Zwischen 1874 und 1895 erhielt er allein oder mit anderen 18 Patente, zwei weitere wurden auf ihn \u00fcbertragen. 1890 meldete der mehr als aktive Erfinder eine Verbesserung des Kohlek\u00f6rnermikrophons an.<\/p>\n<p>\u00dcber Initiative von Karl Inama von Sternegg \u00fcbernahm Theodor Sch\u00e4ffler die technische Betreuung der Volksz\u00e4hlung von 1890, bei der \u00d6sterreich &#8211; Ungarn als einziges Land nach dem Vorbild der USA Hollerith Lochkartenmaschinen verwendete. Er verbesserte die Hollerithmaschine und erhielt damit 1895 als erster ein Patent auf eine durch St\u00f6psel und Kabel bewerkstelligte Programmierungseinrichtung.<\/p>\n<p>Theodor Sch\u00e4ffler war nicht nur ein gro\u00dfer Erfinder und erfolgreicher Unternehmer sondern zeigte auch soziales Verst\u00e4ndnis f\u00fcr seine Besch\u00e4ftigten und errichtete eine Fabriks Kranken &#8211; und Aushilfskasse. 1896 erfolgte der Verkauf seiner Telefonbauanstalt, die in der \u201eVereinigten Telephon und Telegraphenbauanstalt Czaija und Nissl &amp; Co und widmete sich mathematischen Studien.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Leistungen wurde Theodor Sch\u00e4ffler vielfach ausgezeichnet und geehrt und erhielt unter anderem das Ritterkreuz der franz\u00f6sischen Ehrenlegion.<\/p>\n<p>Lit.:<br \/>\nAkad. d. Wiss. (Hrsg.): \u00d6sterreichisches Biographisches Lexikon, Bd. 10, Wien 1994, S. 25f<br \/>\nCzeike Felix: Historisches Lexikon, Bd. 5, Wien 1997, S. 58<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfinder, Unternehmer geb.: 15. 10. 1838, Unterheimbach bei Heilbronn (Baden &#8211; W\u00fcrttemberg) gest.: 31. 07. 1928, Wien Der Sohn eines evangelischen Pfarrers sollte nach dem Willen des Vaters evangelische Theologie studieren, aber absolvierte auf eigenen Wunsch ab 1853 in Stuttgart und schlie\u00dflich von 18555 &#8211; 1859 in Wien eine Mechanikerlehre. 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