{"id":46462,"date":"2022-10-30T17:48:54","date_gmt":"2022-10-30T16:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/?page_id=46462"},"modified":"2022-10-30T17:48:54","modified_gmt":"2022-10-30T16:48:54","slug":"maximilian-winter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/maximilian-winter\/","title":{"rendered":"Maximilian WINTER"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-46463\" src=\"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max-350x525.jpg 350w, https:\/\/www.evang-friedhof.at\/matzleinsdorf\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/MLI-037-Winter-Max.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Schriftsteller und Politiker<\/p>\n<p>geb.: 9.01.1870 Tarnok, Transleithanien<br \/>\ngest.: 10.07.1937 Hollywood<\/p>\n<p>Maximilian Winter, der Sohn eines Eisenbahners, brach seine Gymnasiumsausbildung und seine Kaufmannslehre ab, arbeitete als Journalist und wurde schlie\u00dflich Redakteur der Arbeiterzeitung. Als sozialdemokratischer Politiker war er Mitglied des k. u. k. Reichsrates, Stadtrat und Vizeb\u00fcrgermeister von Wien. Maximilian Winter war zusammen mit Anton Afritsch Mitbegr\u00fcnder der \u201eKinderfreunde\u201c und versuchte sich auch als Schriftsteller (\u201eIm unterirdischen Wien\u201c, \u201eDas goldenen Wienerherz\u201c). Er war Vorbild f\u00fcr Egon Erwin Kisch. 1923 gr\u00fcndete er die Zeitschrift \u201eDie Unzufriedene\u201c (heute \u201edie Frau\u201c). Den Journalismus betrachtete er als seine Leidenschaft. In der Arbeiterzeitung prangerte er die sozialen Unterschiede an und schilderte das Elend sowie die Ausbeutung der Unterdr\u00fcckten, Au\u00dfenseiter und Entrechteten und wurde damit zum Pionier der Sozialreportage, denn er wollte nur dar\u00fcber schreiben, was er mit seinen eigenen Augen gesehen und mit eigener Haut miterlebt hatte. Seine Form des Journalismus gilt heute noch als vorbildlich. Nach der Ausb\u00fcrgerung im Jahre 1935 emigrierte Maximilian Winter in die Vereinigten Staaten, wo er sich ebenfalls f\u00fcr das Los der Arbeiter und f\u00fcr die Kinder der Arbeiter einsetzte, doch schlugen die meisten seiner Pl\u00e4ne fehl. 1937 starb er in Hollywood als einsamer und verarmter Mensch. Die Urne mit seiner Asche wurde nach Wien \u00fcberf\u00fchrt und auf dem Evangelischen Friedhof am Matzleinsdorfer Platz beigesetzt. Durch die politischen Umst\u00e4nde bedingt, erfolgte erst nach dem zweiten Weltkrieg seine sp\u00e4te Ehrung. Am Matzleisndorfer Friedhof wurde ein Gedenkstein gesetzt, drei S\u00e4tze umschreiben dort seine gro\u00dfe Bedeutung. \u201eSein Wort sprach f\u00fcr Freiheit und Recht. Seine Feder diente den Verkannten und Enterbten. Sein Herz aber schlug f\u00fcr die Kinder\u201c. Lit.: Personalakt WSTLA Winter M.: Das schwarze Wienerherz, Sozialreportgen aus dem fr\u00fchen 20. Jhdt. Hrsg. Von H. Strutzmann, Wien 1982<\/p>\n<p>Grablage<br \/>\nGruppe: MLI<br \/>\nReihe<br \/>\nGrabnummer: 37<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Winter\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Winter<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schriftsteller und Politiker geb.: 9.01.1870 Tarnok, Transleithanien gest.: 10.07.1937 Hollywood Maximilian Winter, der Sohn eines Eisenbahners, brach seine Gymnasiumsausbildung und seine Kaufmannslehre ab, arbeitete als Journalist und wurde schlie\u00dflich Redakteur der Arbeiterzeitung. Als sozialdemokratischer Politiker war er Mitglied des k. u. k. Reichsrates, Stadtrat und Vizeb\u00fcrgermeister von Wien. 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